2010: Für jeden Tag ein Gedicht

Gedichte - Auswahl

Sternennacht

Ich bin schon manchmal aufgewacht,
die Sterne leuchten in der Nacht.
Sternschnuppen fallen runter,
die Sterne scheinen immer bunter.
Die Welt wirkt so still und leer,
die Bäume wiegen hin und her.
Der große Wagen ist am Himmel
und ein paar Sterne ergeben eine Klingel.
Ich schlafe ein und kriege schöne Träume,
denn ich fliege über Bäume.

Meret Aye, 10 Jahre

Eine Reise um die Welt

Windeseile, Meuterei,
weite See um Delirien:
Tuerme wie Eisdielen
Erdteil wie eine Muse,
wie luesterne Idee im
Eismeer: Weite lud ein
Ereilte im Suedweine
Wies Eule meditieren

Deute Nil eimerweise.
lies Duene wie Eremit.
Meide Wieseluntiere.
Simuliere Edenweite,
erleide Wueste im Nie

Wir Seeleute, mein Eid,
Meineide weiser Leut’
Die Reuse meilenweit

Mario Dütsch

Galerie - Bildchen zum Vergrößern anklicken

Die Seifenblasenfabrik

Heute ist ein schöner Tag.
Wir fahren zu Opa, der uns mag.
Er wohnt in einem großen Haus,
doch was ist denn das?
Es kommen ja große Seifenblasen heraus.
Wenn sie zerplatzen,
sind sie nass.
Die bunt schimmernden Seifenblasen
fliegen herum.
Sie sind sehr leicht,
gar nicht schwer.
Vorsichtig in das Haus hinein,
schauen wir uns um,
rufen: „Oh, nein!!“
Denn es sind Seifenblasen in der Wanne,
Seifenblasen in der Kanne.
Seifenblasen im Kaffee,
Seifenblasen im Tee.
Seifenblasen überall,
wir kriegen einen Knall.
Wir suchen nach Opa
hier und da,
oben, unten und auch dort,
doch o Schreck, Opa ist fort!
Einfach weg!!
Wir gehen eine Treppe hoch,
und dann eine zweite noch.
Da steht der Opa.
O, ja aber das ist doch wunderbar.
Er hat den Strohhalm in der Hand
Und bläst an den Badewannenrand.
Ist er irre oder so?
Nein, er spricht in normalem Sprachtempo.
Er fragt: „Warum guckt ihr denn so?“
Verwirrt stehen wir da,
zögern und sagen:
„Nee, alles klar,
sag nur, was machst du da?“
„Das ist meine selbsterfundene Seifenblasenfabrik.
Ist sie nicht schick?“
Wir spielen mit den Seifenblasen,
die über den Himmel rasen.
Am nächsten Morgen, wirklich wahr,
ist die Zeitung ganz früh da.
Wir schlagen die Seiten auf
und sind auf einem Foto drauf.
„Juhuuu, wir haben den Sieg.
Die Überschrift heißt: Seifenblasenfabrik.“

Janne Surma, Lulu Grosche, Jette Heinrich, Meret Aye, Luana Schmidt
Klasse 4a, Max-Brauer-Schule

Ich liebe das Leben, und ich liebe es sehr
und das Leben zu lieben fällt mir gar nicht schwer;
Denn das Leben, es hält so viel Gutes bereit
und es zeigt sich mir täglich in anderem Kleid
Mal zeigt es sich fröhlich, voll Mut und voll Schwung
Mal zeigt es sich kindlich, verspielt und so jung.
Mal zeigt es sich herzlich, voll Überschwung,
mal zeigt es sich schmerzlich und viel zu lang.
Mal zeigt es sich mütterlich, so weich,
mal zeigt es sich traurig und tränenreich.
Mal zeigt es sich trotzig, voll Gegenwehr,
mal zeigt es sich hinterhältig und schwer.
Wie´s immer sich zeigt, was immer es gibt,
das Leben ist etwas, das grade dich liebt.
Drum gräme dich nicht, bleib stets Optimist,
das Leben ist etwas, das dich nicht vergisst;
Es hat dich geprägt, dich der Welt gegeben,
und sprichst du nicht immer von deinem Leben?
Sag doch nicht immer: Das Leben ist schlecht!
Denn damit verhältst du dich ungerecht.
Das Leben ist etwas, was du aus ihm machst,
es lacht mit dir, wenn du mit ihm lachst!
Es weint mit dir, wenn du traurig bist,
es bleibt verzagt, bist du Pessimist.
Es gibt dir viel, wenn du ihm viel gibst,
es liebt dich genau so wie du es liebst.
Das Leben bist immer nur DU allein,
das Leben wird immer ein Teil von dir sein.
Drum mache das Beste aus deinem Leben
dann wird es die richtige Antwort dir geben.
Lach dem Leben entgegen, dann lacht es dir zu
du hast keinen Kummer, der vergeht dir im Nu.
Dann erst liebst du das Leben, und das Leben liebt dich,
und plötzlich merkst du:

DAS LEBEN BIN ICH!

Der Pinguin

„Guten Tag, mein Herr,
so schick im Frack?
Wo wollen Sie denn hin
in dem schwarzen Lack?“
„So kleid ich mich immer.“
„Auch mittwochs, so fein?“
„Ich sagte doch immer.“
„Muss unbequem sein.“
„Ich geh auch so schwimmen.“
„Na, das ist doch Quatsch.“
„Sie können’s mir glauben.
Ich tauch` jetzt ab, platsch.“

Sibylle von Katzler

Im Traum

Ganz hoch im Traum,
über den Baum,
im Flug noch den Sprung
über den Pferdedung.
Den Sternen ganz nah,
sie fast berühren.
Die Wolken weg vom
Himmel führen.
Die Landung im Gras
in der Nacht.
Da bin ich leider aufgewacht.

Elisa Kestenus, 10 Jahre

I
Wenn ich Hamburg liebe,
dann lieb ich auch dich,
den, der an der Elbe steht,
im Grau,
Salz auf der Haut,
eine Zigarette im Wind,
den, der den Schiffen hinterher träumt.

Wenn ich Hamburg liebe,
lieb ich auch dich,
die, die immer noch an der Laterne steht, Salzluft im Haar, mit einer Zigarette im Wind, im Grau, die, die sich den Schiffen entgegen träumt.

Wenn ich liebe,
dann liebe ich Hamburg,
das Grau,
den Wind,
die Elbe,
das Salz
und die Schiffe.
Ich liebe dann dich,
eine Zigarette,
die Laterne
und den Traum.

II

Wenn ich dich liebe,
dann lieb ich auch Hamburg,
und den an der Elbe,
mit Salz auf der Haut,
im Grau,
den, mit der Zigarette im Wind,
der träumt.

Wenn ich dich liebe,
dann liebe ich Hamburg,
die an der Laterne,
mit der Zigarette im Wind,
im Grau,
mit Salzluft im Haar,
die träumt.

Wenn ich liebe,
dann lieb ich das Grau,
den Wind,
die Elbe,
das Salz
und die Schiffe.
Dann liebe ich Hamburg,
eine Zigarette,
die Laterne,
den Traumund dich.

Renate Ortan

Eine Reise um die Welt

Windeseile, Meuterei,
weite See um Delirien:
Tuerme wie Eisdielen
Erdteil wie eine Muse,
wie luesterne Idee im
Eismeer: Weite lud ein
Ereilte im Suedweine
Wies Eule meditieren

Deute Nil eimerweise.
lies Duene wie Eremit.
Meide Wieseluntiere.
Simuliere Edenweite,
erleide Wueste im Nie

Wir Seeleute, mein Eid,
Meineide weiser Leut’
Die Reuse meilenweit

Mario Dütsch

Nach oben...